Struppe Akkulok (Versorgungsbahn Lainz) in IIf

Eigenbau von Feldbahnloks
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Struppe Akkulok (Versorgungsbahn Lainz) in IIf

Beitragvon kartonbahner » Do 10. Jun 2010, 13:03

Mein Wunsch, die Struppe Akkulok des Geriatriezentrums am Wienerwand in Lainz/Wien als Modell zu bauen, war gar aufgrund der wenigen Information zunächst nicht so einfach umsetzen.

Den Prototypen meines Modells, erstellt lediglich nach Fotos, habe ich für einen Proportions-Check zunächst nur auf Karton gedruckt. Auf weitere Details bzw. Feinheiten habe ich daher verzichtet (Bild 06-0005). Eine Polystyrol-Version sollte erst nach Vorliegen von ausreichend Informationen entstehen.

Bild 06-0005
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Es hat sich dann schon bald jemand vor Ort engagiert und die Struppe Akkulok in Lainz vermessen. Mein besonderer Dank dafür an dieser Stelle gilt Herrn Kurt Stanek sowie dem Leiter der Versorgungsbahn und seinen Mitarbeitern, die sehr freundlich und hilfsbereit waren, Herrn Franz Straka sowie vielen Forumskollegen und Modellbauern in Deutschland, Österreich und weltweit. Auf der Grundlage der jetzt vorliegenden Abmessungen habe ich eine neue Attrappe aus Karton gebaut, die sich in den Proportionen von meinem ersten Entwurf etwas unterscheidet. Der neue Prototyp ist einige Millimeter länger und vor allem etwas breiter (Bild 06-0007). Es war nur eingeschränkt möglich, annähernd korrekte Maße aus Fotos zu errechnen. Dabei habe ich bemerkt, dass der weitere Prototyp aus Karton sinnvoll war, bevor ich mein Vorhaben in Polystyrol umsetze. An der einen oder anderen Stelle haben sich kleine Planungsfehler (in Materialstärke) herausgestellt. Die kann ich nun bei der Version aus Polystyrol gleich vermeiden. Weiterhin habe ich die Antriebseinheit einer Bachmann® Straßenbahn einseitig gekürzt, damit das eine Ende nicht in den Führerstand hineinragt (Bild 06-0006).

Bild 06-0006
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Bild 06-0007
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Trotzdem war die Antriebseinheit auf der gekürzten Seite immer noch ca. 2mm zu lang. Dafür habe ich folgende - zugegebenermaßen simple - Lösung gefunden. Das ohnehin schon abgesägte Ende der Antriebseinheit habe ich mit einer Feile noch etwas abgeschrägt und um 1mm nach vorn versetzen können (Bild 06-0008 und Bild 06-0009). Die schräge (Karton-)Abeckung ist auch beim Original in Form von Wartungsklappen an dieser Stelle vorhanden.

Bild 06-0008
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Bild 06-0009
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Weiterhin habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich einerseits eine Antriebseinheit einer Bachmann® Straßenbahn für Spurweite Gn15 (16,5mm) in dem Rahmen für die Struppe Akkulok unterbringen kann und andererseits möglichst keine (oder nur geringe) Umbauten für eine Spurweite in IIf (26,7mm) erforderlich sind, denn die Struppe Akkulok sollte urspünglich für Gn15 konzipiert werden. Ob sich dieser ursprüngliche Plan, ein Modell mit unterschiedlichen (auswechselbaren) Rahmen für die Spurweiten Gn15 bzw. IIf zu bauen, umsetzen lassen wird, ist noch offen.

Als nächstes folgt die Übertragung der korrekten Maße auf Polystrol, um daraus erste Bauteile zu fertigen.
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Gerald
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Re: Struppe Akkulok (Versorgungsbahn Lainz) in IIf

Beitragvon kartonbahner » Fr 11. Jun 2010, 10:42

Die bei den Struppe Akkuloks der Versorgungsbahn im Geriatriezentrum Lainz verwendeten Kupplungen sind Kupplungen, wie sie wohl bei Gruben- und Industriebahnen durchaus üblich sind. Meine Suche auf Seiten von diversen Zubehöranbietern nach solchen Modellkupplungen verlief bislang erfolglos. Das liegt wohl auch daran, dass es praktisch keine vergleichbaren Modell-Feldbahnloks gibt, an die solche Kupplungen gehören würden.

Bei der Durchsicht meiner Bilder habe ich zudem festgestellt, dass die 3 Akkuloks - trotz einheitlichem Kupplungsprinzip - in den Details der Kupplung scheinbar Unterschiede aufweisen. Weitere Information zu den Originalkupplungen - insbesondere Abmessungen – habe ich bisher nicht erhalten können.

Gleichwohl habe ich mich einmal daran versucht, mit COREL® eine Kupplung zu zeichnen und auf Karton zu drucken. Allerdings wird sich eine belastbare Kupplung aus Karton wohl nicht bauen lassen, Polystyrol scheidet wohl auch aus. Dann bleibt, wie teilweise schon vorgeschlagen, wohl Messing DAS Material für den Kupplungsbau. ...

Bild 06-0010
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Re: Struppe Akkulok (Versorgungsbahn Lainz) in IIf

Beitragvon kartonbahner » Mo 14. Jun 2010, 13:04

Bei der Verarbeitung meiner selbstgemachten Polystyrol-Teile musste ich leider feststellen, dass manuelles Ausmessen und Zuschneiden fehleranfällig sein kann: Eine Abweichung von nur 0,5 mm beim Ausmessen UND Zuschneiden führte zu einem kompletten Verzug (des Innenrahmens).
Deswegen war ich außerordentlich erfreut und dankbar, dass zu diesem Zeitpunkt ein befreundeter Feldbahn-Modellbauer seine tatkräftige Unterstützung anbot. Obwohl meine Konstruktionszeichnungen auf Millimeterpapier noch nicht vollständig waren, konnte ich kurz darauf schon einen Blick auf erste 3D-Konstruktionszeichnungen werfen.

Bild 06-0012
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Bild 06-0013
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Den Zeichnungen folgten dann schnell die ersten gefrästen Prototyp-Teile aus Polystyrol für eine erste Stellprobe (Bild 06-0014). Trotzdem konnte nicht widerstehen und habe diese Teile bei der Stellprobe schon mit Klebstoff zusammengeheftet (Bild 06-0015).

Bild 06-0014
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Bild 06-0015
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Eigentlich war ich bei meinen Berechnungen davon ausgegangen, dass der Platz innerhalb des Rahmens auch für eine Spurweite von 26,7mm reichen würde. Ich habe dabei nur außer Acht gelassen, dass maßstabsgerechte Feldbahnräder breiter als die Originalräder der Bachmann®-Antriebe sind. So musste der Innenrahmen von34mm auf 36mm verbreitert werden. Der Antrieb ist bei dieser Gelegenheit auf eine Spurweite von 26,7mm umgespurt worden (Danke an dieser Stelle an fspg2 und Fuchs301).
Bei einer Originalspurweite von 500mm hätte eigentlich eine Modellspurweite von 22,22mm daraus werden müssen, aber ich kenne praktisch keinen anderen Modell-Feldbahner, der auf dieser Modellspurweite fährt - da möchte ich dann doch mit der "Feldbahnfraktion" die auf 26,7mm fährt kompatibel sein ...

Bild 06-0016
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Dazu wurde noch der Aufbau im Bereich des Führerstandes (schräges Blech unterhalb der Armaturen) ein wenig modifiziert und konnte so noch mehr dem Original angenähert werden. Die jeweils vier Schrauben(löcher) seitlich vorne und hinten dienen übrigens zur Befestigung von einer Art Stützrädern bei Reparaturen z. B. am Antrieb (Bild 10-0008):

Bild 10-0008 - Zur Verfügung gestellt/mit freundlicher Genehmigung von Herrn Kurt Stanek
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Die verbesserte Version ist jetzt weitgehend montiert, lediglich die Teile für den Akku sind noch nicht vollständig miteinander verklebt – Ansicht von der Einstiegsseite (Bild 06-0017) und „in freier Wildbahn“ (Bild 06-0018).

Bild 06-0017
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Bild 06-0018
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